Teileinkünfteverfahren (TEV)
Gilt für unternehmerisch beteiligte Gesellschafter (≥ 1% Beteiligung und berufliche Tätigkeit für die GmbH).
Dividenden/Veräußerungsgewinne aus dem Privatvermögen: 60% mit persönlichem Steuersatz, 40% steuerfrei; 60% der Aufwendungen (z. B. Darlehenszinsen) abziehbar (§ 3 Nr. 40, § 3c Abs. 2, § 32d Abs. 2 Nr. 3 EStG).
Wahlrecht:
- Teileinkünfteverfahren (60% steuerpflichtig, 40% steuerfrei mit persönlichem Steuersatz; § 3 Nr. 40, § 3c Abs. 2, § 32d Abs. 2 Nr. 3 EStG)
- Abgeltungsteuer (25%; § 32d Abs. 1 EStG)
- Mit persönlichem Satz (§ 32d Abs. 6 EStG).
Beispiel 1 (Dividende):
Gesellschafter-Geschäftsführerin (30% Beteiligung) erhält 50.000 € Ausschüttung, und zahlt 5.000 € Zinsen für Anteile.
- 60% (30.000 €) steuerpflichtig (z. B. bei 35% persönlichem Steuerdsatz: 10.500 €).
- 40% (20.000 €) steuerfrei.
- 60% Zinsen (3.000 €) abziehbar.
Effektiv oft günstiger als 25% Abgeltungsteuer.
Beispiel 2 (Anteilsverkauf):
- Verkauf mit 200.000 € Gewinn (≥ 1%, mitarbeitend).
- 60% (120.000 €) steuerpflichtig.
- 40% (80.000 €) steuerfrei.
60% Verkaufskosten abziehbar.
Rechtsgrundlage: Steuerfreistellung von 40 % der Dividende/Veräußerungsgewinne: § 3 Nr. 40 EStG
Korrespondierende Nichtabziehbarkeit von 40 % der Aufwendungen: § 3c Abs. 2 EStG
Zuordnung zu den Einkünften aus Kapitalvermögen: § 20 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 8 EStG
Abgrenzung zur Abgeltungsteuer / tarifliche Besteuerung bei Beteiligung ≥ 1 % und Tätigkeit für die Gesellschaft: § 32d Abs. 2 Nr. 3 EStG
